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Freitag, 14. April 2023

Besser als Fastnacht: Bacon-Cheeseburger am Freitag

Zur Feier der Osteroktav gibt es heute Bacon-Cheeseburger, und normalerweise würden damit mehrere große Speiseverbote gebrochen:

  • jüdisch: kein Milchiges in Kombination mit Fleischigem; kein Fleisch vom Schwein
  • islamisch: kein Fleisch vom Schwein
  • hinduistisch: kein Fleisch vom Rind
  • christlich: kein Fleisch am Freitag
  • jainistisch und säkular: kein Fleisch
Das Osterereignis reißt den Menschen jedoch radikal aus diesen qua Verbot normierten und damit "normalen" Zusammenhängen heraus.

Montag, 3. Juni 2019

Zur aktuellen Kirchenkrise

Recht eigentlich sind die "genderbezogenen Ungleichheiten" überhaupt nicht das Problem, welches ich als ein zentrales "Zeichen der Zeit" (Mt 16,1-4; GS 4) benennen würde.

In der Sozialforschung gibt es zwei Begriffe, um das Geschlecht eines Menschen zu benennen: Zum einen steht Gender als Bezeichnung des sozialen Geschlechts, also zur Bezeichnung der Rolle, die ein Mensch innerhalb einer Sozialstruktur ausübt und erfüllt. Zum anderen steht Sex als Bezeichnung des biologischen Geschlechts, also zur Bezeichnung eines natürlichen Merkmals, das ein Mensch von sich aus hat. Dabei genießt die Kategorie des Sex gegenüber der Kategorie des Gender ontologische Priorität, insofern letzteres eine menschengemachte Reflektion auf ersteres darstellt, das heißt: die soziale Rolle setzt notwendig immer schon bestimmte natürliche Merkmale voraus. Wie die Umsetzung dann konkret und im Einzelnen aussieht, unterscheidet sich je nach zeitlichem, sozialem und kulturellem Zusammenhang. 

That being said ...

Freitag, 19. April 2019

Maria und die zeitgemäßen Konventionen

Mit Maria wird uns im biblischen Narrativ eine Frau präsentiert, die ganz entschieden und in vollkommener innerer Freiheit Ja sagt zu einem unehelichen Kind - also einem Kind, das nicht von dem Mann stammt, mit dem sie ehelich verbunden ist. Zugleich steht sie damit auch und vor allem gegen die gesellschaftlichen Konventionen der Zeit:

Donnerstag, 18. April 2019

Maria 2.0: "Kirchliche Sexualmoral an der Lebenswirklichkeit der Menschen ausrichten"

"Die" Lebenswirklichkeit "der" Menschen gibt es so nicht, es gibt lediglich verschiedene Lebenswirklichkeiten von Menschen - denn die Lebenswirklichkeit eines Menschen hängt immer auch mit der geographischen Region, mit der kulturellen Tradition und mit der gesellschaftlichen Situation zusammen, in großen Teilen hängt sie gar von diesen Faktoren ab.

Mittwoch, 17. April 2019

Maria 1.0 ernst nehmen: Die Forderungen des sog. "Kirchenstreiks der Frauen"

  • kein Amt mehr für diejenigen, die andere geschändet haben an Leib und Seele oder diese Taten geduldet oder vertuscht haben 
  • die selbstverständliche Überstellung der Täter an weltliche Gerichte und uneingeschränkte Kooperation mit den Strafverfolgungsbehörden

Ein bedingungsloses Ja zu diesen beiden Forderungen.

  • Zugang von Frauen zu allen Ämtern der Kirche       
  • Aufhebung des Pflichtzölibat
  • kirchliche Sexualmoral an der Lebenswirklichkeit der Menschen auszurichten

Ein Fragezeichen gegenüber diesen drei Forderungen. "Maria vom Sockel holen" heißt doch zunächst einmal, ihr Vorbild ernsthaft zu betrachten, oder nicht?

Obwohl Maria gemeinsam mit der frühen Kirche und im Kreis der Apostel nach Christi Himmelfahrt im Gebet verharrte (Apg 1,14), gehört sie doch nicht zum Kreis der Zwölf (bzw. zu diesem Zeitpunkt Elf), in deren Nachfolge die ordinierten Bischöfe und Priester stehen. Maria ist insofern gerade keine Priesterin.

Wohl aber ist Maria immerwährende Jungfrau, soll heißen: Sie war Zeit ihres Lebens zölibatär und hat ihre Lebenswirklichkeit an dieser "Sexualmoral" ausgerichtet.

In die gleiche Richtung schauen wie Maria? Unbedingt.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Die Causa "Piusbruderschaft"

Papst Benedikt XVI. wird gerade zum Opfer einer parteiübergreifenden Diffamierungskampagne, in der die veröffentlichte Meinung zu sehr großen Teilen offenbart, dass sie weder lesen noch zuhören noch zwischen kanonischem und säkularem Recht unterscheiden kann - geschweige denn überhaupt zwischen zwei voneinander unabhängigen Sachverhalten zu differenzieren.

Was meiner Ansicht nach viele Leute stört, ist nicht so sehr der Sachverhalt an sich, sondern der Eindruck, den die veröffentlichte Meinung erzeugen möchte bzw. erzeugt. Plump gesagt: dass die Medien "Hetze" betreiben. Das scheint mir der Kern der Debatte.

Montag, 25. April 2005

Die Sehnsucht nach der ganzen Erde

Das in letzter Zeit viel gebrauchte Wort "Ökumene" kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt soviel wie "die ganze Erde".

Montag, 18. April 2005

Die Super-Konklave-Papst-Wahlnacht 2005

14. April 2005 - Überraschend legen Deutsche und Amerikaner ihr Veto gegen Ratzinger ein - und brechen damit eine Regel, die Papst Pius X. (1903-1914) im Jahre 1904 aufgestellt hat.

16. April 2005 - Das Konklave ist offenbar in zwei Fraktionen gespalten. Die ganze Welt bangt, ob dennoch ein Papst gefunden werden kann.

Doch heute ist es endlich soweit: Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, um Ihnen zu Hause die Papstwahl live und in Farbe präsentieren zu können.